Alle Jahre wieder grüßt das Oktoberfest. Die 5. Jahreszeit hat bereits begonnen und damit bei vielen der viel zu hohe Alkoholkonsum. Ein kleines Bier gibt es hier in Bayern nun mal nicht und schmecken tut es ja außerdem auch. Alles halb so wild, wenn da nicht der lästige Kater am nächsten Tag wäre. Das Erwachen ist meist geprägt von dröhnenden Kopfschmerzen, unfreiwilligem Karussellfahren und Übelkeit. Damit Sie die Wiesnzeit ohne Reue genießen können, gibt es von mir ein paar Tipps, wie Sie einen Kater vermeiden oder wenigstens abschwächen können.

Was ist ein Kater eigentlich?

Ich starte mit einer kurzen Definition des Katers, falls es tatsächlich Leser unter Ihnen geben sollte, für die das Leben mit einem Kater neu ist. Bei einem Kater handelt es sich weder um ein Tier noch um eine Krankheit, sondern lediglich um allgemeines Unwohlsein, das mit Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen einhergeht. Die Hauptursache eines Katers ist übermäßiger Alkoholkonsum, der auf dem Oktoberfest durchaus vorkommen kann.

Warum fühlen wir uns am nächsten Morgen so hundeelend?

Alkohol fördert die Urinausscheidung und entzieht dem Körper dadurch Wasser, Mineralien und Elektrolyte. Die dadurch entstandene Dehydration sorgt für die gefürchteten Katerkopfschmerzen. Alkohol belastet außerdem sowohl Magen als auch Magenschleimhaut und führt so zu Übelkeit und starkem Unwohlsein.

Dem Kater vorbeugen

Im Folgenden verraten wir Ihnen ein paar Tipps, wie Sie bereits während des Trinkens dem Kater vorbeugen können.

Tipp Nr. 1: Ausreichend stilles Wasser trinken

Um die durch den Alkohol verursachte Dehydration zu vermeiden, sollte gleichzeitig zum Alkohol ausreichend Wasser getrunken werden, am besten im Verhältnis 1:1. Das Wasser sollte still sein, da Kohlensäure die Alkoholaufnahme ins Blut fördert und so die Symptome verstärkt.

Tipp Nr. 2: Ausreichend essen

Bevor Sie mit dem Trinken starten, sollten Sie eine gute Grundlage schaffen. Besonders empfehlenswert ist eine Mahlzeit, die reich an Fett und Eiweiß ist, da so die Speisen länger im Magen bleiben und die Alkoholaufnahme ins Blut verzögern. Es darf durchaus etwas Salziges sein, um einem Mineralstoffmangel vorzubeugen. Steckerlfisch oder Hendl eignet sich dafür perfekt. Für die Figur ist diese Vorgehensweise allerdings nicht empfehlenswert, da der gleichzeitige Verzehr von Alkohol und Nahrung die Fettspeicherung fördert. Aber man kann nicht alles haben.

Tipp Nr. 3: Süßes meiden

Zucker verstärkt die Wirkung von Alkohol und damit die Kater-Symptome. Gebrannte Mandeln oder Zuckerwatte sollten daher nicht gleichzeitig mit Bier verzehrt werden. Wenn man mal ehrlich ist, passt das sowieso nicht zusammen.

Tipp Nr. 4: Entweder Alkohol oder Rauchen

Der gleichzeitige Konsum von Nikotin und Alkohol verstärkt die Kopfschmerzen. Hier müssen Sie sich wohl oder übel entscheiden.

Tipp Nr. 5: Ausreichend Wasser trinken

Bevor Sie in die Federn fallen, sollten Sie noch mindestens einen halben Liter stilles Mineralwasser trinken, um einem Mangel an Flüssigkeit und Mineralstoffen entgegenzuwirken. Zu den Wassersorten, die besonders reich an Mineralstoffen sind, zählen Gerolsteiner und Römerquelle.

Tipp Nr. 6: Fenster auf

Sauerstoff unterstützt den Körper bei der Regeneration und kann so die Symptome lindern.

Tipp Nr. 7: Nicht zu viel trinken

Diesen Tipp wollen wohl die Wenigsten hören, daher steht er auch ganz unten. Nichts desto trotz ist dieser Tipp am wirkungsvollsten, um einem Kater vorzubeugen. 

Den Kater behandeln 

Sollten alle Tipps nichts gebracht haben und der Kater fährt am nächsten Morgen rücksichtslos die Krallen aus, so haben wir auch ein paar Tipps für den Morgen danach:

Tipp Nr. 1: Kreislauf ankurbeln

Durch eine kalte Dusche und Bewegung an der frischen Luft wird der Kreislauf gestärkt und der Abbau von Restalkohol gefördert.

Tipp Nr. 2: Herzhaftes Frühstück

Um wieder alle Reserven zu füllen, eignet sich ein ausgewogenes herzhaftes Frühstück mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen. Gut geeignet ist Rührei mit Schinken und Gemüse oder Vollkornbrot mit Tomate, Gurke, Schinken und Käse. Auch eine Gemüsebrühe hilft sehr gut und kann eingesetzt werden, wenn feste Nahrung noch nicht vertragen wird. Ein süßes Frühstück ist nicht empfehlenswert, da es die Symptome eher verschlechtert.

Tipp Nr. 3: Die richtigen Getränke wählen

Der Flüssigkeitshaushalt sollte durch stilles Wasser mit Ingwer oder Früchte- und Kräutertees aufgefüllt werden. Säurehaltige Säfte wie Orangensaft reizen die Magenschleimhaut und sind daher nicht geeignet.

Mit diesen Tipps sollten Sie für die 5. Jahreszeit gerüstet sein! Wir wünschen eine lustige und friedliche Wiesn 2016!

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Über die Autorin Christina Duvinage

Christina Fisch AutorChristina Duvinage studierte an der Universität Wien Ernährungswissenschaften und an der TU München Ernährung und Biomedizin. Bereits während des Studiums bildete sie sich im Bereich Fitnesstraining mit dem Schwerpunkt funktionelles Training fort, um Ihre Kunden ganzheitlich betreuen und beraten zu können. Im Anschluss an das Masterstudium begann Christina als Fitnesstrainerin und Ernährungsberaterin im Premium Fitness und Wellness Studio ELEMENTS in München zu arbeiten. Zusätzlich machte sie sich als Personal Trainerin und Ernährungsberaterin mit den Schwerpunkten Gewichtsmanagement und ernährungsbedingte Krankheiten selbstständig (X.consort (http://www.xconsort.de/)). Für Christina ist es sehr wichtig sich Zeit zu nehmen für gesunde Ernährung und Sport. Dass sie im Arbeitsalltag das machen kann was ihr auch privat viel Spaß macht und anderen Menschen damit helfen zu können bedeutet für sie absolutes Glück.