Gault&Millau wurde 1965 von zwei Restaurantkritikern – Henri Gault und Christian Millau gegründet. Gault&Millau bewertet Restaurants auf einer Punkteskala von 1 bis 20. Restaurants unter 10 Punkten werden in dem Führer gewöhnlich nicht erwähnt. Neben den Punkten werden Mützen, in Österreich auch „Hauben“ genannt, abgebildet:

  • Bei 13 und 14 Punkten erhält das Restaurant eine Mütze.
  • Bei 15 und 16 Punkten gibt es zwei Mützen.
  • Bei 17 und 18 Punkten werden drei Mützen vergeben.
  • Ab 19 Punkten wird das Restaurant mit vier Mützen gekrönt.

In Österreich wird ein im Gault&Millau ausgezeichneter Koch auch als „Haubenkoch“ bezeichnet. Im Originalkonzept gab es niemals 20 Punkte mit der Begründung, dass man wahre Perfektion niemals erreichen könne. Dies änderte sich im Jahre 2004 als gleich zwei Restaurants, beide unter Chefkoch Marc Veyrat, 20 Punkte erhielten. Den Gault&Millau-Guide gibt es außer in seinem Heimatland Frankreich zudem in BeNeLux, der Schweiz, Deutschland und Polen.

Verglichen mit dem Gault&Millau ist sein wichtigster Mitstreiter, der Michelin-Guide, sehr viel verbreiteter. Es gab viele Diskussionen, welches der bedeutendere Restaurantführer sei. Hierzu gibt es keine abschließende Antwort, aber wollen wir dem Starkoch Paul Bocuse Glauben schenken, so ist der Michelin-Führer der einzige Restaurantführer, der wirklich zählt. Seiner jährlichen Veröffentlichung wird in der Welt der Kulinarik ähnlich entgegengefiebert wie der Oscarverleihung in der Filmwelt. Erstaunlich für einen Guide, der aus der Marke des dicken Michelinmännchens und einer so unprätentiösen Branche wie der der Autoreifen entsprang. Hierzu kam es, da es 1900 weniger als 3000 Autos auf den Straßen Frankreichs gab. Wie sollte man da mit dem Verkauf von Autoreifen Geld machen? Um einen Anreiz zum Autofahren zu schaffen, druckten also die beiden Michelin-Brüder Édouard und André Michelin 35.000 Kopien des ersten Michelin-Führers. Vielleicht werden die berühmten Michelin-Sterne deshalb danach vergeben, ob das Restaurant einen Umweg wert sei? So gibt es 1 bis 3 Sterne mit der folgenden Bedeutung:

  • Ein Stern: Eine Küche voller Finesse – einen Stopp wert!
  • Zwei Sterne: Eine Spitzenküche – einen Umweg wert!
  • Drei Sterne: Eine einzigartige Küche – eine Reise wert!

Und jetzt kommen die guten Neuigkeiten: bei Gourmistas gibt es Gerichte von sowohl Michelin- als auch Gault Millau-gekrönten Köchen sowie von Köchen, die von Konsumenten als die besten ihres Fachs gekürt wurden – und alle sind nur einen Klick entfernt. Den Stopp können Sie gleich gemütlich in Ihrer Küche einlegen! Hier geht es zu unseren Köchen. Welcher ist ihr Favorit?